Hausaufgaben sind nicht nur bei vielen Schülerinnen und Schülern unbeliebt - sondern auch in der Lernforschung umstritten und viele Fragen sind noch offen.

Eine Sorge ist, dass bei zu vielen Hausaufgaben zu wenig Zeit für andere wichtige Dinge bleibt. Eine andere, dass Hausaufgaben vor allem Schulkindern was bringen, deren Eltern genügend Zeit und Ahnung haben, um ihnen dabei zu helfen.

Ein Forschungsteam aus Irland hat mit einer KI-Statistik-Analyse versucht, Licht ins Dunkel zu bringen. Sie haben dazu Daten von einer großen internationalen Schul-Studie zum Leistungsstand in Mathe und Naturwissenschaften ausgewertet, konkret die Daten von mehr als 4.000 14-Jährigen in Irland. Bei der Analyse kam heraus: Hausaufgaben sollte es regelmäßig geben, aber sie müssen nicht lang sein. Für Mathe sind 15 Minuten pro Tag am effektivsten. Und laut der Auswertung spielte das Elternhaus überraschenderweise keine Rolle, wenn es um den Nutzen von Hausaufgaben ging. Die Studie ist im Fachjournal "Learning and Instruction" erschienen.