Einfach nur ein Haustier? Hunde sind für viele Menschen viel mehr.

Ein Freund, ein Helfer oder eine Art Familienmitglied. Fachleute für Verhaltensforschung aus Budapest haben sich das genauer angeschaut. Das Team hat etwa 800 ungarischen Hundebesitzern Fragebögen geschickt. Darin gaben fast alle an, dass sie den Körperkontakt mit dem Tier mögen, also etwa es zu streicheln, dass sie seine - Zitat - "bedingungslose Liebe" schätzen und es gern anschauen.

Einige sagten auch, dass ihr Hund für sie wichtiger ist als jeder andere Mensch in ihrem Leben. Die Forschenden glauben, dass das am demografischen Wandel liegt und daran, dass Menschen heute seltener in großen Gruppen leben und deshalb einsamer sind.

Bei den Rollen, die Hunde einnehmen, gab es nach der Studie im Fachblatt Scientific Reports drei Typen von Hundebesitzern. Die, die mit dem Hund arbeiteten und ihn als Kollegen oder Wächter ansehen. Dann die "Hundeeltern", die sehr eng an den Hund gebunden sind und ihn am meisten im Haus behalten. Und die dritte Gruppe, die den Hund als Gesellschaft hat, aber emotional eher distanziert ist. Bei manchen hatten die Hunde auch eine Doppelfunktion, in dem Fall waren sie besonders gehorsam und gut ausgebildet.