Nicht jeder Hund kommt als Welpe zu seinen Menschen.

Manche werden erst später adoptiert, zum Beispiel aus dem Tierheim. Die Phase der Sozialisation verpasst man dann aber. Deswegen kann es besonders gut sein, mit dem Hund zu spielen - zeigt eine Studie im Fachmagazin Royal Society Open Science. Die Forschenden hatten mit einem Fragebogen ermittelt, wie eng die emotionale Bindung von Hundebesitzern zu ihrem Tier war. Dann sollte eine Gruppe öfter mit ihrem Hund spielen als sonst, eine andere mehr trainieren und eine alles so machen wie immer.

Nur in der Spielgruppe zeigte sich anschließend, dass die emotionale Bindung zum Hund tiefer geworden war. Was das Spielen mit den Hunden selbst macht, ist nicht klar. Es gibt aber Hinweise, dass Hunde gerne spielen: Einige Tiere zeigten mehr Eigeninitiative zum Spielen. Und ältere Studien legen nahe, dass Spielen das Wohlbefinden steigert.

Das Experiment zeigte aber auch: Die Spiele sollten kreativer sein als nur Stöckchenwerfen. Gut funktionierten zum Beispiel Tauziehen, Suchspiele oder sich gegenseitig jagen. Dafür muss man nicht viel Zeit investieren, ein paar Minuten zwischendurch machen laut den Forschenden schon einen Unterschied.