Ein kleines Säugetier, ungefähr so groß wie eine Maus, das Eier legte und seine Jungen in einem Beutel mitnahm - das lebte wohl neben den Dinosauriern vor etwa 74 Millionen Jahren.

Chilenische Forschende haben das Fossil von so einem Tier in Patagonien gefunden. Sie berichten in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B, dass sie im Flusstal des Rio de las Chinas ein kleines Stück eines Kiefers gefunden haben, mit Teilen von Backenzähnen. Das Tier, zu dem das Fossil gehörte, wog wohl zwischen 30 und 40 Gramm. Damit wäre es das kleinste Säugetier, das in der Gegend bisher gefunden wurde. Aus der Form der Zähne schließen die Forschenden, dass es relative harte Pflanzen gefressen hat. Sie haben das Tier Yeutherium pressor genannt.

Genetische Vergleiche mit ähnlichen Arten

Für die Paläontologie ist der Fund laut den Forschenden wichtig, weil bisher noch kaum Säugetierarten aus der Kreidezeit in Chile bekannt sind. Die Gruppe meint: Das kleine Tier lebte Seite an Seite mit den Dinos und starb dann zusammen mit ihnen plötzlich aus - am Ende der Kreidezeit vor etwa 66 Millionen Jahren. Auf seine Lebensweise haben die Forschenden auch aus Fossilienfunden und phylogenetischen Vergleichen mit anderen Arten geschlossen.