Grauwölfe laufen weiter, um keine Menschen zu treffen - Kojoten bewegen sich immer weniger, wenn Menschen nah sind. Eine neue Studie im Fachmagazin Science hat die Reaktionen verschiedener Wildtierarten auf die Anwesenheit von Menschen untersucht.

Das Team des Yale Center für Biodiversity and Global Change hat die Lockdown-Zeit der Coronapandemie genutzt, um den Unterschied zu zeigen, den menschliche Präsenz auf Wildtiere hat. 2019 und 2020 waren die Referenzjahre - also vor und während des Lockdowns in vielen Ländern der Welt.

Für die Studie wurden die Bewegungen von 4.500 Tieren mit GPS-Trackern überwacht - verschiedene Vögel und Säugetierarten. Außerdem wurde die Anwesenheit von Menschen registriert - unter anderem durch Satelliten-und Handy-Daten.

Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist, dass verschiedene Tierarten völlig unterschiedlich auf Menschen in ihrem Lebensraum reagieren: mit Rückzug oder Flucht - oder indem sie sich auf die menschliche Nähe einstellen. Die Studien-Crew sagt: Wir müssen von Tierart zu Tierart entscheiden, wie wir tierischen Lebensraum am besten schützen.