Das schreibt ein Forschungsteam aus Kanada im Journal of Neuroscience. Die Forschenden haben die Gehirne von rund 30 erfahrenen Vogelbeobachterinnen und -beobachtern verglichen mit denen von rund 30 Laien. Alle bekamen ganz kurz verschiedene Vogelbilder gezeigt und sollten sie später wiedererkennen. Dabei wurden ihre Gehirne gescannt.
Wenig überraschend schnitten die Vogel-Nerds dabei deutlich besser ab. Und zusätzlich gab's in ihren Gehirnen Hinweise auf Neuroplastizität. Das sind dauerhafte Veränderungen, bei denen wichtige Nervenbahnen gestärkt und optimiert werden, während weniger wichtige Verbindungen verblassen.
Birder halten womöglich ihr Hirn fit
Die Forschenden vermuten, dass regelmäßige Vogelbeobachtung beitragen könnte zur sogenannten kognitiven Reserve - damit kann unser Gehirn länger fit bleiben, wenn wir alt werden. Sowas könnte auch durch andere Hobbys klappen, bei denen wir Dinge detailliert wahrnehmen und kategorisieren.
Immer wenn wir etwas lernen, verändert sich dadurch was in unserm Gehirn - zum Beispiel weil neue Verbindungen zwischen Nervenzellen geknüpft werden. Und je nachdem wie intensiv wir etwas machen, desto nachhaltiger kann sich unser Gehirn verändern.
