Das zeigt ein Experiment der Unis Halle-Wittenberg, Hagen und der Medical School Hamburg. 25 Teilnehmende sollten zwei Aufgaben parallel bearbeiten. Mit einer Hand sollten sie die Größe eines kurz eingeblendeten Kreises anzeigen und gleichzeitig sagen, ob ein abgespielter Ton hoch, mittel oder tief war. Nach tagelangem Training wurden die Versuchspersonen etwas schneller und machten weniger Fehler. Aber: Diesen Trainingserfolg machten kleinste Veränderungen an den Aufgaben wieder zunichte.
Die Forschenden schlussfolgern: Unser Hirn arbeitet Aufgaben auch mit viel Multitasking-Training weiterhin nacheinander ab statt parallel. Es optimiert nur die Reihenfolge der einzelnen Verarbeitungsschritte. Im Alltag kann die Erkenntnis zum Beispiel relevant sein beim Autofahren oder in Berufen mit vielen parallelen Aufgaben.
