Es klingt nach einem Teufelskreis: Auch weil es durch den Klimawandel mehr Hitzewellen gibt, nutzen immer mehr Menschen Klimaanlagen. Durch den hohen Stromverbrauch der Anlagen wird dann wiederum der Klimawandel angeheizt.

Forschende haben diesen Zusammenhang in einer Studie im Fachmagazin Nature Communications durchgerechnet. Im ungünstigsten Szenario könnten Klimaanlagen in den nächsten rund 25 Jahren für mehr als 8,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid zusätzlich sorgen. Das ist mehr als die USA als größter Treibhausgasproduzent in einem Jahr ausstoßen.

Allerdings schreiben die Forschenden, dass nur ein kleiner Teil der extra Emissionen durch Klimaanlagen auch auf den Klimawandel zurückzuführen ist: Sie rechnen mit rund 8 Prozent. Der größere Anteil geht darauf zurück, dass sich einfach mehr Menschen Klimaanlagen leisten können.

Als Lösung schlagen die Forschenden vor, Klimaanlagen mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Oder besser noch: gleich so zu bauen, dass weniger Kühlung durch Geräte nötig ist.