Allerdings ist der Stadt-Land-Unterschied bei den Temperaturen vor allem nachts groß. Der Deutsche Wetterdienst - DWD - hat das vor wenigen Wochen unter anderem in München gemessen und dem Umland. Tagsüber war es in der Stadt nur knapp ein Grad heißer als im Umland, nachts gab es aber einen Unterschied von mehr als acht Grad.
DWD-Experte Meinolf Koßmann sagt, dass liegt daran, dass Städte dreidimensionale Gebilde aus Beton, Stein und Asphalt sind. Die Straßen und Häuser speichern tagsüber die Energie der Sonnenstrahlen - und zwar als Wärme. Und nachts geben sie die Wärme an die Luft ab - weshalb die Luft langsamer abkühlt als im Umland, wo es mehr Grün gibt.
Tagsüber ist der Unterschied zum Land nicht mehr so groß, weil sich in den Städten die Hitze besser verteilt - auch weil dann oft mehr Wind weht.
