Der Homo erectus gilt als die erste Menschenart, die Afrika verließ, um sich in Asien und Europa anzusiedeln.

Wann genau das passierte, ist noch nicht richtig geklärt. Forschende haben neue Erkenntnisse zu einem Fund in China - wonach der Homo erectus sich wohl früher und schneller ausgebreitet hat als bisher gedacht. Das ergab eine Neudatierung von Schädeln, die schon in den 1970er Jahren entdeckt worden waren.

Im Fachmagazin Science Advances berichten Forschende, dass diese Schädel etwa 1,77 Millionen Jahre alt sind. Damit wären sie die ältesten Funde des Frühmenschen in Ostasien.

Die Forschenden schlussfolgern, dass der Homo erectus damals schon viel weiter gekommen war als angenommen. Wie der Frühmensch diese enormen Entfernungen in so kurzer Zeit zurückzulegen konnte, bleibt allerdings unklar. Auch, warum er so weit gewandert ist.