Homosexualität

Erste Studie zur Psyche von Schwulen und Lesben in China

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Schwule und Lesben haben in China kein leichtes Leben.

Viele Menschen dort lehnen Homosexualität ab, sie wurde sogar erst vor gut zehn Jahren von der Liste der Geisteskrankheiten gestrichen. Jetzt hat eine Studie ergeben: Schwule und lesbische Chinesen habe eine vier Mal höhere Wahrscheinlichkeit, an Depressionen zu erkranken als heterosexuelle Erwachsene in dem Land. Durchgeführt wurde die erste umfassende Studie zu dem Thema von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften. Landesweit nahmen daran 1.600 Menschen teil.

Bei 30 Prozent der Befragten wurde ein Depressionsrisiko festgestellt. 20 Prozent hatten sogar ein sehr hohes Risiko. Darunter waren vor allem Menschen, die ihre sexuelle Orientierung selbst nicht akzeptieren. Die Autoren weisen darauf hin, dass viele schwule Männer in China Frauen heiraten, um einem Stigma zu entgehen. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Schwule und Lesben mit psychischen Beschwerden gehen nur sehr selten zum Psychologen - vor allem deshalb, weil sie sich sorgen, dass der Therapeut die Schweigepflicht nicht einhält.