Ab sofort ist es Tankstellen in Deutschland erlaubt, einen klimaschonenden Diesel zu verkaufen - die Verordnung dafür wurde am Dienstag (28.5.24) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.
Der Treibstoff wird HVO-Diesel genannt, an den Zapfsäulen wird er mit XTL gelabelt. Das spricht für sich: Denn XTL heißt "X To Liquid" - bezeichnend dafür, dass die Grundlage für den neuen Sprit ziemlich alles sein kann. Meistens sind es alte Pflanzenöle und Fettreste, es gehen aber auch andere Speiseabfälle, Holzreste, Gülle oder Klärschlamm. Die Ausgangsstoffe werden mit einem Wasserstoffverfahren so verändert, dass sie im Automotor verbrannt werden können. Ob ein Auto das verträgt, steht oft auf dem Tankdeckel.
Wegen der besseren Klimabilanz wird auf HVO-Diesel keine CO2-Steuer fällig. Allerdings wird er trotzdem teurer sein als normaler Diesel - wegen höherer Herstellungskosten. Der ADAC rechnet mit 20 Cent mehr pro Liter. Dafür gilt er fast als klimaneutral - zu Buche schlägt nur die Energie, die für die Umwandlung des alten Fetts gebraucht wird.
