Im Zeichentrickfilm "König der Löwen" haben Hyänen ein ziemlich düsteres Image - sie werden als böse, hinterlistig und streitlustig dargestellt.

Forschende unter anderem vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin sagen: In Wirklichkeit ist meist das Gegenteil der Fall.

Das Team hat frei lebende Tüpfelhyänen in Tansania und Südafrika beim Raufen beobachtet. Die Tiere waren untereinander nicht nur sehr sozial, sondern auch deeskalierend. Laut den Forschenden nutzen die Hyänen ein ausgeklügeltes System aus Mimik und Stimme. In ihrer Studie beschreiben sie unter anderem 13 unterschiedliche Laute wie bellen, kichern, knurren oder fauchen. Die werden wohl vor allem dann eingesetzt, wenn die Tiere keinen Blickkontakt zum Gegenüber haben, quasi als Ausgleich.

Die Fachleute sagen: Dass Tüpfelhyänen Gestik und Mimik je nach Situation anpassen, spricht für ausgeprägte kognitive und soziale Fähigkeiten. Ihre Kommunikation sei mit der vieler Primatenarten vergleichbar. Laut Studie eskalierten die Raufereien übrigens nie - auch wenn es dabei teilweise hoch herging.