In Indien haben Polizisten einen Tiger erschossen.

Das Raubtier soll in den letzten Monaten neun Menschen getötet haben. Zuletzt hatte der Tiger gestern eine Frau und ihren acht Jahre alten Sohn angegriffen und tödlich verletzt.

An der Suche nach der Großkatze waren drei Polizei-Patrouillen auf Elefanten, rund 200 Forstbeamte und viele Dorfbewohner beteiligt. Sie machten mit Blechkanistern Lärm, um den Tiger aufzuschrecken. Nach sechs Stunden sei das Tier schließlich zur Strecke getötet worden.

Die Dorfbewohnerinnen und -bewohner rund um das Valmiki-Tigerschutzgebiet im Bundesstaat Bihar im Osten von Indien hatten ihre Häuser nachts nicht mehr verlassen, seitdem der Tiger im Mai sein erstes Opfer getötet hatte.

In Indien sind rund 75 Prozent aller auf der Welt lebenden Tiger zuhause. Zwischen 2014 und 2019 wurden in dem Land laut Statistik fast 225 Menschen von Tigern getötet. Grund ist der Ausbau menschlicher Siedlungen im Lebensraum der Raubkatzen.