Einige von ihnen sind aber in ihrer Heimat selbst vom Aussterben bedroht. Das hat eine Biologin von der Uni Wien mit ihrem Team ermittelt. Von 230 Säugetierarten, die sich weltweit in neuen Gegenden angesiedelt haben, sind laut der Analyse 36 Arten in ihrer ursprünglichen Heimat bedroht, zum Beispiel, weil dort Regenwald abgeholzt wird oder sie zu stark gejagt wurden. Eine dieser Arten ist der Schopfmakake. Auf seiner Heimatinsel Sulawesi ist der Bestand um 85 Prozent zurückgegangen. Auf anderen Inseln in Indonesien gibt es inzwischen aber stabile Populationen. Ein anderes Beispiel ist das Wildkaninchen, das in Europa bedroht ist, sich in Australien aber munter vermehrt.
Die Studienautorinnen und -autoren stellen die Frage, ob nicht auch invasive Arten Schutz verdienen. Wenn sie in ihren neuen Gebieten bleiben dürfen, könnte das ihr Überleben sichern.