Bei uns gab es in der Coronapandemie Hamsterkäufe von Klopapier - in Südkorea passiert in der Irankrieg-Ölkrise jetzt das Gleiche mit Müllbeuteln.

Die Verwaltung der Hauptstadt Seoul sagt, dass letzte Woche fünf Mal so viele Haushalts-Müllbeutel wie normal verkauft wurden - einige Läden haben Obergrenzen eingeführt. In Südkorea darf Hausmüll nur in speziellen Plastikmüllbeuteln entsorgt werden - die werden aus Erdöl gemacht, und Südkorea bekommt die meisten Ölimporte über die Straße von Hormus, die Iran blockiert.

Südkoreas Energieminister versucht jetzt, die Menschen auf Social Media zu beruhigen. Er schreibt, dass es bei den Müllbeuteln für mehr als ein Jahr keine Lieferengpässe geben wird - weil die auch aus recycelten Rohstoffen hergestellt werden können. Und im worst case werde die Regierung auch normale Plastiksäcke erlauben. Niemand müsse am Ende zu Hause Müll lagern.