Im Iran ist der Menschenrechtler Serkan Eren offenbar zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

Eren ist Gründer der Hilfsorganisation Stelp, kommt aus Stuttgart und wurde letztes Jahr im Juni im Iran in Gewahrsam genommen. Die Organisation wurde nach eigenen Angaben durch Erens Rechtsbeistand im Iran über das Urteil informiert. Darin wirft ihm das Gericht vor, Kontakt zu einem iranfeindlichen Land gehabt zu haben. Welches ist unklar.

Eren wurde in Deutschland geboren, er bekam vor drei Jahren für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz. Weil er die türkische Staatsbürgerschaft haben soll, können deutschen Behörden aber wohl nicht im Iran nachhaken. In Baden-Württemberg sorgt der Fall für Aufsehen. Im Netz läuft eine Solidaritätskampagne, an der sich auch Promis aus Musik, Kunst und Politik beteiligen.