Das Evin-Gefängnis gilt als Symbol für Menschenrechtsverletzungen im Iran – der neue Präsident will das nun ändern.
Es gibt Pläne, das Gefängnis in der iranischen Haupstadt Teheran zu einer Universität umzubauen. Der iranische Vizepräsident erklärte, eine solche Umwidmung würde der Weltgemeinschaft eine versöhnliche Botschaft vermitteln. Das Gefängnis könnte demnach in Zukunft Teil der medizinischen Fakultät der benachbarten Universität von Teheran werden.
Im Evin-Gefängnis werden seit Jahrzehnten politische Oppositionelle inhaftiert. Es gibt Berichte über Menschenrechtsverletzungen, darunter Hinrichtungen und Folter.
Reformorientierte Kräfte im Iran setzen sich schon seit Jahren dafür ein, dass das Gefängnis geschlossen – und ein moderneres außerhalb von Teheran gebaut wird. Bislang wurde das Vorhaben aber von Hardlinern in der Justiz und im Parlament blockiert. Unter der Führung des neuen und als eher moderat geltenden Präsidenten Massud Peseschkian soll das Projekt jetzt umgesetzt werden.