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Irland gilt gesellschaftlich nicht gerade als das fortschrittlichste Land: Bis vor drei Jahren war die gleichgeschlechtliche Ehe noch illegal, Abtreibung ist heute noch ein schwieriges Thema.

In einem anderen Punkt könnte das Land jetzt aber zum Pionier werden: Irland ist auf dem besten Weg, sich von Investitionen in fossile Brennstoffe loszusagen - als erstes Land weltweit. Der britische "Guardian" schreibt, dass der Prozess in fünf Jahren abgeschlossen sein könnte. Den Gesetzentwurf dazu hat das Unterhaus schon verabschiedet. Jetzt muss er noch durchs Oberhaus, was nach Einschätzung von Beobachtern ziemlich schnell gehen soll. Dann könnte das Gesetz noch vor Jahresende in Kraft treten.

Es sieht vor, dass Irland seine Investitionen in Höhe von umgerechnet rund 300 Millionen Euro aus 150 Konzernen zurückzieht, darunter Kohle-, Öl-, Gas- und Torf-Firmen. Auch in den USA gibt's Bemühungen, unabhängiger von diesen Industrien zu werden. Die Stadt New York plädiert dafür, dort nicht mehr zu investieren. Auch europäische Banken haben Schritte eingeleitet, um sich von solchen Firmen zu lösen - vor allem nach dem Widerstand von Indigenen und Umweltschützern gegen eine umstrittene Öl-Pipeline in den USA.