An Italiens Schulen soll bald ein Schleierverbot und eine Ausländerquote gelten.

Das plant die italienische rechtsnationale Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Es beirchtetet unter anderem die Zeitung La Repubblicca. Meloni will demnach das Tragen von Gesichts- und Körperschleiern, wie es sie in streng-religiösen islamischen Gemeinschaften gibt, in Schulen verbieten und die Zahl ausländischer Schüler und Schülerinnen pro Klasse begrenzen. Sie will die Pläne bald ihrem Kabinett vorlegen, hat sie am Wochenende auf einer Jugendveranstaltung ihrer Partei gesagt.

Außerdem sollen Eltern ausländischer Kinder in bestimmten Fällen verpflichtet werden, Italienisch zu lernen.

Italien ist wegen seiner Lage am Mittelmeer eines der Länder in Europa, in dem besonders viele Migranten und Migratinnen ankommen. Mit einem harten Kampf gegen Meloni hatte die Politikerin bisher erfolgreich Wahlkampf gemacht. Nächstes Jahr wird in Italien wieder gewählt. In den Umfragen liegt Meloni mit ihren Fratelli vor allen anderen Parteien. Bisher, denn in den letzten Wochen geriet ihre rechte Koalition durch eine neue Partei unter Druck, die ein noch härteres Vorgehen gegen Migration verspricht.