In Italien sorgt das Parteiprogramm der neuen rechten Partei Futuro Nazionale für Streit. Parteichef Roberto Vannacci wirbt darin für ein sogenanntes "mediterranes Patriarchat" – mit klaren Rollen für Männer und Frauen.
Vannacci sagt, starke Männer sollen Frauen schützen und Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Die Partei verbindet den Rückgang patriarchaler Strukturen mit mehr Gewalt gegen Frauen. Die sozialdemokratische Opposition findet das absurd. Sie sagt: Männliche Kontrolle über Frauen sei vielmehr eine Grundlage für Femizide; also Morde an Frauen und Mädchen wegen ihres Geschlechts.
Vannacci hatte seine Partei im Februar gegründet. Davor hatte er sich mit der rechtspopulistischen Lega überworfen. Seine neue Bewegung setzt auch die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni unter Druck, weil sie bei Teilen der rechten Wählerschaft gut ankommt.
