Das weltweite Walfangverbot steht wieder mal auf der Kippe.

Am Montag beginnt in Florianópolis in Brasilien die jährliche Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) und Japan will durchsetzen, eine nachhaltige Jagd auf Wale zu erlauben. Das heißt: Bestände, die von der IWC als gesund angesehen werden, sollen eine Fangquote bekommen.

Japan, Norwegen und Island nutzen Schlupflöcher

Zurzeit ist die Jagd auf Wale weltweit geächtet. Nur drei Länder halten sich nicht daran und nutzen dafür rechtliche Schlupflöcher: Japan sagt, dass die Wale zu wissenschaftlichen Zwecken gefangen werden, Norwegen und Island haben Einspruch gegen das Verbot eingelegt. Kommen die Japaner mit ihrer Initiative durch, wäre der Walfang wieder grundsätzlich möglich. Tierschutzorganisationen befürchten, dass dann auch Staaten wie Russland und Südkorea wieder in die Jagd einsteigen.

Gastgeber Brasilien ist gegen den Walfang und hat einen anderen Vorschlag präsentiert. Demnach soll die Walbeobachtung als einzige kommerzielle Nutzung der Wale erlaubt werden. Die IWC soll von einer Walfang- zu einer Walschutz-Kommission werden.