Eine kleine eher unscheinbare Spinne hat Forschende jetzt mit einer ungewöhnlichen Jagdtechnik überrascht. Statt ihre Beute zu beißen, würgt die Gewächshaus-Federfuß-Spinne ein Gift aus dem Bauch hoch und benetzt damit die Spinnfäden, mit denen sie die Beute einwickelt. Die Opfer sterben dann am Gift, das außen auf den Fäden klebt.
Gift aus dem Verdauungstrakt
Ein Forschungsteam hat im Labor rausgefunden, dass die Spinne keine typischen Giftdrüsen am Kopf hat, wie andere Arten. Stattdessen produziert sie das tödliche Sekret im Verdauungstrakt. Das Gift wirkt dabei ähnlich stark, ist aber ganz anders zusammengesetzt.
Früher galt diese Spinne, die in warmen Gegenden von Europa, Asien und Afrika vorkommt, als harmlos – jetzt zeigt die Studie: Sie hat eine andere, aber genauso effektive Methode, um ihre Beute zu töten. Die Untersuchung liefert neue Erkenntnisse zur Evolution von Spinnen – und könnte vielleicht sogar für die Entwicklung neuer Wirkstoffe spannend sein. Veröffentlicht wurde sie im Fachjournal BMC Biology.
