Belgien ist für seine besonderen Biere bekannt - aber auch dort sinken der Bierkonsum und der Export.

Der Jahresbericht des belgischen Branchenverbands der Brauer zeigt, dass es letztes Jahr ein Minus von drei Prozent gab, verglichen mit dem Jahr davor. Das liegt vor allem daran, dass weniger in kleine Absatzmärkte außerhalb der EU exportiert wird. Der Verband weist auf steigende Produktions- und Investitionskosten hin, auf die anhaltenden Auswirkungen der Energiekrise, die Inflation bei den Rohstoffpreisen und auf die geopolitische Unsicherheit. Auch die Zahl der belgischen Brauereien ging zurück: Im Jahresvergleich fiel sie von 411 auf 395.

Seit 2016 gehört Belgiens Bierkultur zum immateriellen Unesco-Kulturerbe. Die Brau-Tradition ist vor allem von katholischen Ordensleuten geprägt: Benediktiner, Karmeliter oder Trappisten wurden in den protestantisch geprägten Nachbarländern verfolgt und verboten. Sie wurden dann von den einstigen Spanischen Niederlanden aufgenommen und brachten ihre Brautradition dorthin mit.