Der Sommer beginnt heute eher als früher, dauert länger und wird auch heißer.

Und diese Entwicklung geht offenbar auch schneller, als Fachleute angenommen hatten. Denn jetzt hat ein Forschungsteam der kanadischen University of British Columbia nochmal Daten zu den gemäßigten Breiten ausgewertet - also auch zu der Klimazone, in der Deutschland liegt. Dabei ging's nicht um den kalendarischen Sommer, sondern die Forschenden haben für die Jahre 1990 bis 2023 geschaut, wann die Temperaturen gestiegen sind. Verglichen haben die Forschenden das dann mit Klimadaten aus den 30 Jahren davor.

Dabei kam raus, dass die Sommer in der gemäßigten Klimazone länger und heißer werden - und dass die Übergänge zwischen den Jahreszeiten jetzt abrupter sind. Die Forschenden sagen: Im Schnitt ist der Sommer seit 1990 pro Jahrzehnt um etwa sechs Tage länger geworden. Und die Sommerhitze ist besonders über den Küstenregionen der Nordhalbkugel gestiegen.

Die Studie ist im Fachmagazin Environmental Research Letters erschienen.