Cannabis kann die Entwicklung des Gehirns bei Jugendlichen hemmen.

Davor warnen Neurologen und Psychologen schon länger. Eine groß angelegte Studie aus den USA liefert jetzt neue Belege dafür. Die Forschenden haben mehr als 11.000 Kinder im Alter von neun oder zehn Jahren sieben Jahre lang begleitet. Dabei stellten sie fest: Bei denen, die irgendwann anfingen, Cannabis zu konsumieren, verschlechterte sich bis zum Ende der Studie, als sie 16 oder 17 waren, die Entwicklung kognitiver Funktionen. Dazu gehören Erinnerungsvermögen, Aufmerksamkeit, Sprachfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Bei Jugendlichen, die kein Cannabis nahmen, entwickelte sich das Gehirn dagegen besser. Als Ursache vermuten die Forschenden vor allem den Wirkstoff THC. Sie wollen ihre Probanden noch weiter begleiten, um zu sehen, wie sich der Cannabis-Konsum auswirkt. Viele Fachleute fordern bereits ein Mindestalter für den Konsum von Cannabis.