Wie vielen Menschen das schon passiert ist, dazu gibt es kaum verlässliche Zahlen. Das Forschungsprojekt "Don't knock me out" möchte das ändern. Obwohl die Studie, unter anderem von der Uni Chemnitz, noch läuft, gibt es schon erste Erkenntnisse: Die Online-Fragebögen von rund 1.200 Personen sind bisher ausgewertet. Von ihnen hatte fast die Hälfte schonmal den Verdacht, dass ihnen jemand ohne Zustimmung K.O.-Tropfen verabreicht hat.
Die Studienleiterin betont, dass die bisherigen Ergebnisse nicht repräsentativ sind. Trotzdem deuten sie auf eine große Lücke hin zwischen den berichteten Erfahrungen und den Fällen, die offiziell erfasst sind. Die vorläufigen Daten zeigen auch, dass viele nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie vermuten, Opfer von K.O.-Tropfen geworden zu sein. Rund zwei Drittel sind außerdem der Meinung, dass nicht genug über K.O.-Tropfen aufgeklärt wird.
