Den Kälteschmerz kennen wohl alle, die schon mit nackten Händen Schneebälle geformt haben oder bei eisigem Wind ohne Handschuhe Fahrrad gefahren sind.

Bekannt war schon, dass für dieses Kälteempfinden ein bestimmtes Protein in der Zellmembran verantwortlich ist. Jetzt haben Forschende auch rausgefunden, was bei Kälte im Detail passiert: Dabei öffnet sich das Protein und so gelangen Ionen durch die Zellmembran in die Nervenfaser. Und das löst dann das Signal aus, das wir in unserem Gehirn als Kälteschmerz wahrnehmen.

Im Fachmagazin Nature schreiben die Forschenden dazu, dass es strukturelle Unterschiede gibt zwischen diesem Protein bei uns Menschen und der Variante bei Vögeln. Das würde erklären, warum Vögel weniger kälteempfindlich sind als wir Menschen und andere Säugetiere.

Diese Erkenntnisse könnten auch neue Ansätze in der Schmerztherapie liefern.