Wenn ein Kaiser im Weg war, dann wurde er ermordet - so war es im Alten Rom.

Ein römischer Kaiser blieb laut einer Auswertung eines Historikers im Schnitt nur sieben Jahre an der Macht. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts wurden rund zwei Drittel der Kaiser aktiv beseitigt, also oft durch Mord. Damit war das römische Reich besonders mordlustig. Wie der Österreichische Rundfunk ORF berichtet, hat das der Historiker Walter Scheidel herausgefunden. Er verglich die römischen Territorien mit anderen Gebieten, wie dem alten China oder dem präkolumbianischen Amerika. In den Regionen sei Macht oft vererbt worden, innerhalb einer Familie oder Dynastie, wie etwa der Ming-Dynastie in China oder unter den Habsburgern.

Im Alten Rom war es anders: Wer stark und erfolgreich wirkte, konnte den alten Kaiser beseitigen. Oft reichte es, sich im Militär hochzuarbeiten. Aus welcher Familie der neue Kaiser stammte, war dagegen nicht so wichtig.