Es klingt erst mal paradox: US-Forschende schlagen vor, in Kalifornien lieber selbst mehr Wald abzubrennen, bevor Waldbrände anders ausgelöst werden.

Im Fachmagazin Science schreiben sie, dass manche Waldbrände zu früh gelöscht werden. Dadurch sammelt sich in den Wäldern Kaliforniens zu viel Material wie Totholz an. Wenn es dann mal richtig brennt, haben die Flammen zu viel Futter.

Sie schlagen deshalb etwas vor, was sie "nützliche Feuer" nennen - um eben dieses Material loszuwerden. Auf Basis ihrer Analyse unter anderem von Satellitendaten sollten jedes Jahr 200.000 Hektar Fläche kontrolliert abgebrannt werden - das ist mehr als zweimal Berlin.

Die Forschenden lassen in ihrer Studie aber auch viel außen vor. Zum Beispiel haben sie Folgen wie Asthma durch den Rauch nicht einbezogen. Und auch nicht die Kosten der kontrollierten Rodungen.