Siam-Krokodile sind selten geworden. Deshalb sorgt eine Entdeckung in Kambodscha jetzt für Begeisterung.

In einem Schutzgebiet am Srepok-Fluss wurden acht Jungtiere fotografiert. Mitarbeitende des kambodschanischen Umweltministeriums und des WWF haben die Schlüpflinge während der Brutzeit aufgespürt. Ranger sollen die Krokodil-Familie jetzt rund um die Uhr bewachen.

Die Forschenden sagen, dass es der erste Foto-Beweis seit zehn Jahren ist. Eine WWF-Mitarbeiterin sprach von einem Durchbruch, da gar nicht sicher war, ob es in der Region überhaupt noch Brutpaare gibt. Jetzt gebe es wieder Hoffnung, dass Siam-Krokodile in freier Wildbahn überleben können.

Die seltenen Siam-Krokodile werden bis zu vier Meter lang und leben ausschließlich im Süßwasser. Früher waren sie in weiten Teilen Südostasiens verbreitet. Seit den 90er Jahren geht der Bestand aber zurück. Gründe sind der Verlust des natürlichen Lebensraums, Wilderei, Vermischung der Krokodilarten und der Bau von Wasserkraftwerken.

Weltweit gibt es nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN noch maximal 1000 erwachsene Siam-Krokodile in Südostasien.