In Südkorea muss ein Kampfpilot eine Strafe von gut 50.000 Euro zahlen - wegen Handyfotos im Cockpit.

Laut Urteil hat der Pilot versucht, auf seinem letzten Flug vor einer Versetzung besonders tolle Schnappschüsse hinzukriegen. Dafür hat er auch Kollegen, teils in anderen Flugzeugen, gebeten, von ihm Aufnahmen zu machen.

Bei fast 580 km/h hat er seinen Jet dann zu nah an den eines Kollegen herangeflogen. Das Heck kollidierte mit der anderen Tragfläche. Dabei hat sich niemand verletzt, der Sachschaden aber lag bei umgerechnet einer halben Million Euro.

Ursprünglich sollte der Beschuldigte dem Verteidigungsministerium den kompletten Schaden zurückzahlen. Der Rechnungsprüfungsausschuss berücksichtigte dann aber, dass der Pilot vorher 15 Jahre Flugzeuge sicher gelenkt und auch andere in der südkoreanischen Armee schon Aufnahmen von sich im Flug gemacht hätten.