Karies kennen wir alle - hat auch fast jeder schon mal gehabt.

Aber wie genau die beteiligten Bakterien arbeiten, um die Löcher in den Zähnen zu verursachen, das haben Forschende aus den USA erst jetzt herausgefunden. Dafür haben sie die Beläge auf gezogenen Kinderzähnen analysiert - und festgestellt: Die Struktur der Zahnbeläge ist ganz schön raffiniert.

Die Kariesbakterien bilden die Beläge nämlich meistens in Form einer Kuppel. Für die äußere Schicht spannen sie andere, harmlose Mundbakterien ein, so dass die Kariesbakterien unter dieser Kuppel gezielt den Zahnschmelz angreifen können.

Ann-Katrin Horn, Deutschlandfunk-Nova-Autorin
"Wenn du regelmäßig und ordentlich Zähne putzt, dann kommt es vermutlich erst gar nicht zu dieser Kuppelbildung. Aber: Wenn es diese Kuppeln erst mal gibt, dann ist es wohl ziemlich schwer, sie wieder loszuwerden."

Es entsteht eine Art Schild, der die Kariesbakterien sogar vor antimikrobiellen Wirkstoffen, zum Beispiel in Mundspüllösungen, schützt. Nur wenn die Kuppelstruktur beschädigt ist, werden die Karieserreger abgetötet. Das scheint der Grund zu sein, warum Karies so weit verbreitet ist.