Die Knollen sind hellbraun bis violett und in etwa so groß wie ein Fingerglied: Solanum jamesii ist eine wilde Kartoffelsorte, die im Südwesten der USA wächst.

Ein Team unter Leitung der Uni Utah hat jetzt herausgefunden, dass die Kartoffel nicht nur seit Jahrtausenden gegessen wird: Seit 10.000 Jahren bauen Menschen sie auch gezielt an.

Die Forschenden haben 400 Steinwerkzeuge untersucht, mit denen die Indigenen Amerikas in früheren Zeiten ihre Nahrung zerrieben haben. In den Rissen der Werkzeuge suchten sie nach mikroskopisch kleinen Stärke-Körnern aus den Knollen. Ursprünglich wuchs die wilde Kartoffel in einem Gebirgszug in Arizona. Aber selbst in Steinwerkzeugen an Orten weit entfernt von ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet, fanden die Forschenden Stärke-Körner.

Das deuten sie als eindeutiges Indiz dafür, dass Menschen die Knollen der Kartoffel mitgenommen und dann andernorts gezielt angebaut haben.