Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel.

Es gibt fest- oder mehligkochende Sorten, gelbere oder weiße oder auch lilafarbene Knollen - all diese Vielfalt von Kartoffeln in Deutschland soll jetzt systematisch erforscht werden. Dazu wurde das Projekt "Pommorow" ins Leben gerufen, das steht für Potatoes for Tomorrow, also Kartoffeln für morgen.

Dabei wird die gesamte Kartoffelsammlung der deutschen Genbank erstmals komplett genetisch untersucht. In der Genbank werden Variationen von Pflanzen gesammelt, um sie zu erhalten. Laut einem beteiligten Max-Planck-Institut liegen dort mehr als 6.300 genetische Variationen allein von Kartoffeln.

Bei all denen soll geschaut werden, wie gut sie mit Schädlingen klar kommen, welche Sorten wenig Dünger brauchen und welche Trockenheit besonders gut überstehen. Denn das wird für einen nachhaltigen und klimaangepassten Anbau immer wichtiger. Und mit den Ergebnissen könnten dann auch neue robuste Sorten gezüchtet werden.

Fünf Forschungsinstitute und drei Wirtschaftsunternehmen, die Pflanzen züchten, sind an dem Projekt beteiligt.