Ende August sind durch eine verheerende Sturzflut im Himalaya viele Menschen ums Leben gekommen - es gibt auch noch Tausende Vermisste.

Jetzt sagt die Forschungsinitiative World Weather Attribution: Der Klimawandel hat an mehreren Stellen eine Rolle gespielt. Die jahrzehntelange Erwärmung der Atmosphäre hat laut Studie die Frostgrenze im Himalaya-Gebirge nach oben verschoben und Gletscher sowie Eis in Felsspalten zum Schmelzen gebracht. Dadurch sind die hohen Bergwände in der Region instabil geworden. Und in den Wochen vor der Katastrophe war es dort auch ungewöhnlich warm.

Die Forschenden verzichten zwar darauf, den Klimawandel als alleinige Ursache zu benennen. Denn bei der Sturzflut handele es sich nicht um ein einzelnes Extremwetterereignis. Auch ein Erdbeben vor einigen Jahren dürfte den Fels langfristig geschwächt haben. Aber: Steigende Temperaturen im Himalaya erhöhen das Risiko für gefährliche Gletscherabbrüche.