Ein Gespräch mit dem zukünftigen Ich könnte manchmal recht hilfreich sein.

Und genau deswegen haben Forschende des MIT in den USA das Programm Future You entwickelt - mithilfe von ChatGPT 3.5. Sobald das Programm persönliche Infos über eine Person hat, erzeugt es ein virtuelles Ich des Probanden im Alter von 60 Jahren, inklusive KI-generiertem Profilbild. Mit diesem simulierten Ich können Nutzerinnen und Nutzer dann chatten.

Um zu schauen, was das mit uns macht, haben die Forschenden eine Studie durchgeführt mit mehr als 340 Menschen. Sie wurden in drei Gruppen eingeteilt: Eine chattete mit dem "Future You", eine andere interagierte mit einem gängigen ChatGPT-Modell und eine dritte beantwortete nur autobiografische Fragen.

Ergebnis: Die „Future You“-Gruppe und die Chat-Gruppe fühlten sich nach dem Experiment motivierter als vorher. Aber nur die Interaktion mit „Future You“ führte bei den Teilnehmenden außerdem zu weniger Zukunftsängsten und einer stärkeren Verbindung zum zukünftigen Selbst. Den Forschenden zufolge könnten solche KI-Modelle in Zukunft eingesetzt werden, um jungen Menschen langfristig Entscheidungen zu erleichtern.