Ein Forschungsteam von der Washington University hat sich Hirnscans von etwa 12.000 Neun- und Zehnjährigen aus den USA angesehen - und verschiedene Faktoren, die Unterschiede erklären könnten, zum Beispiel IQ, Erziehung, körperliche und mentale Gesundheit oder Bildschirmzeit. Dabei zeigte sich der deutlichste statistische Zusammenhang zwischen Hirnstruktur und sozioökonomischen Faktoren.
Unterschiede bei Großhirnrinde
Konkret hieß das: Kinder, die in reichen Familien oder Umgebungen aufwuchsen, hatten eine dickere Großhirnrinde mit mehr Nervenzellen, die auch noch besser vernetzt waren.
Durch diese Nervenzellen können wir denken, lernen, Probleme lösen und Emotionen empfinden. Auch interessant: Die Gehirne von Kindern aus einem armen Umfeld sahen ähnlich aus wie gestresste oder chronisch übermüdete Gehirne.
Unterschiede lassen sich ausgleichen
Deshalb vermuten die Forschenden, dass man die Entwicklungsunterschiede ausgleichen kann, indem man sozioökonomisch benachteiligten Kindern hilft, Stress und Schlafmangel abzubauen.
