Viele Kinder haben einen imaginären Freund oder behandeln zum Beispiel ein Kuscheltier wie ein lebendiges Wesen.
Laut einer Studie im Journal of Psychology wirkt sich das positiv auf das Sozialverhalten der Kinder aus. Ein chinesisches Forschungsteam hat rund 100 Vorschulkinder über einen längeren Zeitraum begleitet. 30 Prozent von ihnen hatten zu Beginn einen Phantasiefreund. Nach ein paar Monaten haben die Forschenden die sozialen und sprachlichen Fähigkeiten der Kinder getestet. Zum Beispiel sollten sie die Gefühle gezeichneter Figuren erahnen. Die Kinder mit imaginärem Freund schnitten dabei meistens besser ab. Sie verstanden Gefühle besser und sie waren auch sprachlich weiter als andere Gleichaltrige. Das liegt den Forschenden zufolge daran, dass die Kinder mit dem imaginären Freund üben, sich in andere hineinzuversetzen.
Ob der imaginäre Freund die Ursache für die fortgeschrittene Entwicklung ist, können die Forschenden allerdings nicht beurteilen. Es könnte auch sein, dass von Natur aus fantasievolle Kinder häufiger einen Phantasiefreund entwickeln UND besser in den Tests sind.
