Ruanda in Ostafrika hat jetzt eine Karte, die das Klimaschutz-Potential jedes einzelnen Baumes im Land angeben soll - nach Angaben der Macherinnen und Macher als erstes Land der Welt.
Forschende der Universität Kopenhagen haben die Karte erstellt. Sie nutzen Luftaufnahmen und Software, um jedem Baum des Landes zu erfassen und seine Größe zu berechnen. Bei den Daten geht es vor allem um möglichst genaue Zahlen, wie viel Kohlendioxid der Baumbestand des Landes speichern kann. Solche Zahlen spielen nicht nur wissenschaftlich eine Rolle; sondern auch zum Beispiel, wenn es um den Handel mit Emissionsrechten geht.
Die wenigsten Bäume stehen in Wäldern
Für Ruanda stellten die Forschenden unter anderem fest, dass sie wenigsten Bäume des Landes in Wäldern stehen. Mehr als 70 Prozent wachsen demzufolge auf Ackerland oder in Savannen, 17 Prozent in Plantagen.
Den kleinsten Teil in der Statistik für Ruanda machen Bäume in natürlichen Wäldern aus, mit 11 Prozent. Die sind aber gleichzeitig wegen ihrer Art und Größe als Kohlenstoffspeicher am wichtigsten: Mehr als die Hälfte des Klimaschutz-Potentials geht auf sie.
