Das sagen Fachleute des EU-Atmosphärenüberwachungsdienstes CAMS, kurz für Copernicus Atmosphere Monitoring Service, in einer vorläufigen Bilanz.
Darin schreiben sie, dass in der Waldbrandsaison 2023 vor allem die starken Waldbrände in Kanada bisher viele Emissionen freigesetzt haben. Diese Brände haben laut den Fachleuten bisher fast 410 Megatonnen an Kohlenstoff-Emissionen verursacht - das ist für Kanada mit Abstand der höchste je gemessene Wert. Einige Rauchfahnen reichten bis nach Europa. Damit haben die kanadischen Waldbrände für dieses Jahr schon 27 Prozent zu den weltweiten CO2-Emissionen beigetragen. Und die Emissionen werden wohl noch steigen, weil es weiterhin aktive Waldbrände im Land gibt.
Die Fachleute sehen darin eine Auswirkung des Klimawandels, weil die Temperaturen höher liegen und die Trockenheit immer länger anhält als früher. Waldbrände gab es auch in Russland, auf der iberischen Halbinsel und in Griechenland, das die dritthöchsten Emissionen verzeichnet nach 2007 und 2021.
Der Atmosphärenüberwachungsdienst CAMS ist einer von mehreren Diensten des Copernicus-Programms der Europäischen Union. Dabei werden unter anderem Daten gewonnen aus Satellitenbildern zu den Bereichen Atmosphäre, Meere, Land, Klimawandel, Sicherheit und Energie.
