Wie genau, das zeigen japanische Forschende von der Nagoya University in einer neuen Studie. Sie schreiben: Normalerweise kühlt die Arktis im Sommer ab, weil sich die Wolken verdicken und mehr Sonnenlicht reflektieren. Aber durch die Klimaerwärmung schmelzen immer größere Eis- und Schneeflächen. Dann liegt der Boden frei und wirbelt Staub auf. Dieser Staub sorgt jetzt dafür, dass sich in den Wolken über der Arktis mehr Eiskristalle bilden. Die werden dadurch dünner, lassen mehr Sonnenlicht durch und kühlen so weniger. Und dadurch heizt sich die Arktis auch im Sommer stärker auf.
Die Forschenden beschreiben einen Teufelskreis: Denn je wärmer es wird, desto mehr Staub kommt in die Atmosphäre - und treibt den Klimawandel dort voran.
Die Studie zeigt, dass die Erwärmung der Arktis komplexer ist als bisher gedacht. Die Forschenden sagen: Für genauere Vorhersagen müssen Klimamodelle auch den Einfluss des Staubs in der Arktis berücksichtigen.