In Deutschland soll es wieder mehr Moore geben, denn die können große Mengen an Treibhausgasen speichern und helfen, den Wasserhaushalt zu regulieren.
Das Problem: Viel Fläche wurde in der Vergangenheit trockengelegt, um darauf Nahrungsmittel anzubauen. Damit Landwirtinnen und Landwirte diese Flächen wieder vernässen, hat die Bundesregierung ein Förderprogramm aufgelegt. Bis Ende 2029 stellt sie 1,75 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit.
"Moore und ähnliche Feuchtgebiete machen weltweit nur 3 Prozent der Landfläche aus, aber sie binden doppelt so viel CO2 wie alle Wälder zusammen. Wenn man die Moore aber trockenlegt, dann passiert genau das Gegenteil: Dann geben sie viel CO2 in die Atmosphäre ab – weil das organische Material zersetzt wird, das in ihnen eingeschlossen ist."
Das Geld soll unter anderem finanzielle Einbußen für Landwirtinnen und Landwirte ausgleichen, aber auch neue Nutzungsmöglichkeiten fördern. Zum Beispiel könnte man auf den Moorflächen Solaranlagen installieren, Wasserbüffel züchten oder Schilf als Baumaterial anbauen.
In Deutschland gibt es aktuell noch rund 100.000 Hektar Moorböden. Über die Förderung soll sich die Fläche ungefähr verdoppeln.
