Pflanzen und Böden nehmen einen großen Teil des CO2 auf, das die Menschheit in die Atmosphäre bläst.

Forschende gingen bisher davon aus, dass die steigenden Emissionen auch zu mehr CO2-Aufnahme führen. Bei den Pflanzen stimmt das auch - einige Arten wachsen schneller durch mehr CO2 in der Luft. Für die meisten Böden gilt das aber nicht. Das schreibt ein internationales Forschungsteam im Fachblatt Nature. Die Wissenschaftler haben mehr als 100 Experimente ausgewertet.

Sie kommen zu dem Schluss, dass vor allem in Wäldern die Böden eher weniger CO2 speichern, wenn die Bäume schneller wachsen. Das liege vermutlich daran, dass die Bäume zum Wachsen mehr Nährstoffe brauchen. Dafür müssten an ihren Wurzeln Bakterien aktiver werden, die diese Nährstoffe aus dem Boden lösen. Diese erhöhte Aktivität führt wohl aber auch zu mehr CO2-Ausstoß.

Anders sei der Effekt bei Graslandschaften, wie Savannen oder der Tundra. Da führt laut den Forschenden mehr CO2 zu mehr Wachstum, während gleichzeitig auch mehr CO2 im Boden eingelagert wird. Warum das so ist, weiß man noch nicht, die Fachleute warnen aber auf jeden Fall davor, Grasland aus Klimaschutzgründen aufzuforsten. Das könnte kontraproduktiv sein.