Das schreibt ein Forschungsteam von der Uni Hawaii im Fachmagazin Plos Biology. Die Forschenden haben Korallenriffe als Beispiel genommen, um zu zeigen, dass die vorhergesehenen Auswirkungen des Klimawandels unterschätzt werden, weil oft nur einzelne Beeinträchtigungen angeschaut werden. Dabei sind Korallen aber eben nicht nur von marinen Hitzewellen betroffen und von der Versauerung der Ozeane, sondern auch von zunehmenden Stürmen, der Verschmutzung der Meere und weiteren lokalen Stressfaktoren.
Wenn man das alles zusammenrechnet, sagen die Forschenden, dann werden die Lebensbedingungen für Korallen in den Meeren nicht erst im Jahr 2050 ungeeignet, sondern schon im Jahr 2035.
Zwar gibt es schnell wachsende Steinkorallen-Arten, die ein zerstörtes Korallenriff wiederbesiedeln können. Aber bis das wiederhergestellt ist, würde es rund zehn Jahre dauern - und diese Zeit haben die Korallen nicht wegen immer häufigerer Extremereignisse.
