Nach Angaben vom EU-Klimadienst Copernicus lag die durchschnittliche Oberflächentemperatur der Ozeane am vergangenen Wochenende bei 21,1 Grad. Die Forschenden schätzen, dass die Weltmeere seit mindestens 12.000 Jahren nicht wärmer waren - möglicherweise sogar noch deutlich länger.
Auffällig ist dieser Rekord auch, weil die Temperaturen in den Ozeanen normalerweise im März oder April ihre jährlichen Höchststände erreichen - nach dem Sommer auf der Südhalbkugel. Dass es jetzt anders ist, liegt laut Copernicus am Klimawandel und dem Meeresströmungsphänomen El Niño. Das entsteht im Pazifik und könnte dieses Jahr besonders heftig werden. Zu den Folgen gehören Hitzewellen, nicht nur in den Meeren, außerdem Dürren in einigen Regionen der Erde, Überflutungen in anderen. Auch tropische Wirbelstürme können häufiger und heftiger auftreten, zumindest im nördlichen Pazifik.
