Klimawandel

Pflanzen verändern Stoffwechsel durch höhere Mengen an CO2 in der Luft

Die große Menge an CO2 in der Luft hat nicht nur das Klima verändert - sondern auch den Stoffwechsel bei Pflanzen.

Pflanzen betreiben Photosynthese, um zum Beispiel aus dem energiearmen Kohlendioxid energiereiche Glucose zu machen. Bei den meisten Pflanzen wird die Aufnahme von Kohlendioxid durch eine zweite Reaktion, die Photorespiration, gedrosselt.

Schwedische Forscher fanden jetzt heraus, dass der Anstieg von CO2 in der Luft die Balance zwischen Photosynthese und Photorespiration verändert: Die Pflanzen betreiben inzwischen mehr Photosynthese.

Dadurch wird ein Drittel der Emissionen abgedämpft, die der Mensch erzeugt. Die Fähigkeit von Pflanzen, CO2 zu absorbieren, ist also entscheidend für die weltweite Klimabilanz. Außerdem kann damit der zukünftige Klimawandel und die Ernte-Produktivität möglicherweise vorhergesagt werden.

Die Forscher untersuchten zum Teil sehr alte Pflanzen aus dem 19. Jahrhundert, um herauszufinden, wie sich die Photosynthese bei Pflanzen verändert hat. Dabei untersuchten sie Isotopen der Glucose; also Atome, die noch nachweisbar sind - obwohl die Pflanze längst verdorrt ist. Eine Methode, die als wegweisend gilt für die künftige Untersuchung von Pflanzen im Zusammenhang mit der Klimaforschung.