Klimawandel

Riesige Seen unter Grönland-Eis gefunden

Der Klimawandel setzt dem ewigen Eis anscheinend stärker zu als bisher angenommen.

Forscher aus den USA haben die dicken Eisschichten in Grönland untersucht - und Hunderte Meter tief im Inneren große Seen mit Schmelzwasser entdeckt.

Diese Seen können sich innerhalb kurzer Zeit entleeren und wieder auffüllen. Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Nature

So faszinierend das für die Forscher ist - so alarmierend finden sie das auch.

Sie befürchten, dass das wärmere Schmelzwasser den Grönländischen Eisschild von innen aushöhlen könnte. Damit würden die Gletscher noch schneller schmelzen.

Die dicken Eisschichten Grönlands bedecken etwa 1,8 Millionen Quadratkilometer der Insel. Damit ist der Grönländische Eisschild die weltweit zweitgrößte permanent vereiste Fläche nach dem Antarktische Eisschild. Momentan untersuchen viele Wissenschaftler, wie sich das Schmelzwasser unter dem Eis bewegt. Sie hoffen, so herauszufinden, wie die Gletscher zum Meer fließen.