Aber wie schnell das passiert, hängt davon ab, wie schnell die Erde sich erwärmt. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern schreibt jetzt im Fachjournal Science: Knapp 40 Prozent der Gletscher sind schon nicht mehr zu retten, selbst, wenn die globale Erwärmung auf dem heutigen Stand von 1,2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit stoppen würde. Die Forschenden haben mit mehreren Modellen berechnet, wie viel Eis langfristig an den Gletschern verloren gehen wird. Dabei gab es ein Szenario, bei dem die Erderwärmung genau jetzt stoppt, eins, bei dem es global im Schnitt 1,5 Grad wärmer wird, und eins mit einer Erwärmung von 2,7 Grad. Letzteres prognostiziert die Forschung, wenn Staaten weltweit ihre aktuellen Klimaschutzmaßnahmen nicht verstärken.
Und das Team kommt zu dem Schluss: Es wäre immer noch sehr wichtig, die Erderwärmung so gering wie möglich zu halten. Denn bei 1,5 Grad verlieren die Gletscher nach ihren Berechnungen langfristig knapp die Hälfte ihrer Eismasse. Bei einer Erwärmung von 2,7 Grad wären es mehr als drei Viertel.
