Das Klimaphänomen El Niño prägt das Wetter auf der Welt alle paar Jahre. In diesem Jahr besonders heftig - die Rede ist schon von einem "Super-El Niño".

Eine neue Studie im Fachjournal Science deutet darauf hin, dass die Schwankungen mit der globalen Erwärmung stärker geworden sein könnten.

Ein Forschungsteam hat dafür Korallen rund um die Galapagos-Inseln untersucht und so die Temperaturen an der Meeresoberfläche der vergangenen 1.000 Jahre rekonstruiert. Demnach sind „El Nino“-Ereignisse - wie zum Beispiel Dürren, Starkregen und Hitzewellen - in den vergangenen vier Jahrzehnten um mehr als 35 Prozent stärker geworden, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Die Forschenden sagen, dass sich die Stärke von „El Nino“ parallel zur Erwärmung der globalen Temperatur verändert hat.

Bisher ist der Zusammenhang zwischen Klimawandel und El Niño umstritten, weil es nicht genug Daten gibt. Auch bei der aktuellen Studie gilt die Einschränkung, dass nur ein relativ kleines Gebiet um die Galapagos-Inseln untersucht wurde.